Du musst nichts
vorbereiten.
Du kannst jetzt anfangen.
Tantrik Yoga als Praxis bedeutet nicht: eine Stunde auf der Matte, Kerzen, Stille. Es bedeutet: dieser Moment – während du liest, während du atmest, während irgendetwas in dir registriert, dass du gerade hier bist.
Die Pause zwischen zwei Atemzügen
Atme jetzt aus – ruhig, ohne Anstrengung. Lass den Atem einfach enden. Irgendwo endet er. Nicht weil du ihn anhältst – er endet einfach.
Und bevor der nächste Atemzug beginnt, ist kurz nichts. Kein Einatem noch. Kein Ausatem mehr. Dieser Moment gehört dir nicht. Er geschieht nur.
Bleib dort – eine Sekunde, zwei Sekunden. Du musst nichts tun. Du musst nichts halten. Schau einfach, was da ist, wenn der Atem kurz aufgehört hat, etwas zu wollen.
Das ist alles. Das ist genug.
Wer länger bleibt,
geht tiefer.
Die Übungen hier dauern zwischen einer und zwei Minuten – oft kürzer. Manche weniger. Sie stammen aus dem Buch Der Puls des Jetzt – vom Vijñāna Bhairava Tantra beseelt.
Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt zum Anfangen. Kein Level, das man erst erreichen muss. Wer kommt, kommt wenn er kommt.
Im Übergang
Spür den Kontakt des Körpers mit dem, worauf du sitzt oder stehst. Nicht als Technik – nur als kurzes Bemerken dessen, was ohnehin schon geschieht.
Wer den Hintergrund lesen möchte:
Verkörperung im Tantra →
Atemraum
Ein Ausatem. Das Ende davon – das kurze Offensein, bevor der nächste Einatem kommt. Nur das.
Zum Kontext:
Meditation im Tantrik Yoga →
Am Abend
Was ist jetzt noch da? Nicht als Frage, die eine Antwort braucht. Nur hineinspüren in das, was der Schlaf gleich nimmt.
Eine geführte Alternative:
Yoga Nidra →
Wer nicht nur lesen, sondern üben möchte: Der Montagskurs in München-Schwabing ist offen für alle Erfahrungsstufen. Einstieg jederzeit möglich.
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Alle paar Wochen ein kurzer Text – manchmal mit einer Übungseinladung.
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